So oft sich dieses Thema
auch in Artikeln, Büchern oder Newsletter wiederholt
- es ist wichtig: Einer guten Aktienstrategie zu folgen
ist der entscheidende Schlüssel zu Ihrem Börsenerfolg.
Doch was macht eine gute Aktienstrategie aus?
Welche Themen beinhaltet sie eigentlich?
Eine Aktienstrategie ist nichts anderes als
eine Anzahl von klar definierten Regeln.
In diesen Regeln muss festgelegt werden:
a.) Die Definition der Märkte
b.) Die Definition des Zeitrahmen
c.) Die Definition der Kaufsignale
d.) Die Definition der Verkaufssignale (Profitziel
und Stopp)
Definition der Märkte
Als erstes sollten Sie für sich
festlegen, welche Märkte Sie handeln wollen.
Bleiben Sie bei deutschen Aktien oder wollen Sie
auch amerikanische Aktien handeln? Wenn ja, nur
Aktien aus dem Dow Jones? Oder auch aus dem NASDAQ?
Auch wenn Ihr Erfolg als Anleger an erster Stelle
steht sollten Sie sich dennoch beim Handeln wohl
fühlen. Wenn Sie also nur ungern ausländische
Aktien handeln, sollten Sie es nicht tun!
Definition des Zeitrahmen
Als nächstes müssen Sie festlegen
auf welchem Zeitrahmen Sie handeln wollen, also
wie häufig Sie handeln. Online Aktienhandel
ermöglicht Ihnen heutzutage einen Handel am
Tage, d.h. dass Sie mehrmals am Tag kaufen bzw.
verkaufen können. Dies sollten Sie allerdings
nur dann tun, wenn Sie auch die Zeit dazu haben.
Sie sollten für sich definieren ob Sie sich
jeden Tag, jede Woche oder auch nur einmal im Monat
mit Ihren Aktien auseinander setzen möchten.
Definition der Kaufsignale
Jetzt wird es wichtig! Während
die ersten beiden Punkte in Ihrer Aktienstrategie
nur Ihren persönlichen „Vorlieben“
entsprechen müssen, geht es nun um Ihren Erfolg.
Sie müssen nun klar definieren, nach welchen
Kriterien Sie Ihre Aktien kaufen. Hierzu gibt es
zwei Ansätze: Die Fundamentale- und die Technische
Analyse (mehr dazu in einem anderen Artikel auf
www.rockwelltrading.de/artikel
). Entscheiden Sie für sich, welchem Ansatz
Sie folgen möchten und schreiben Sie dazu klare
Kaufkriterien auf.
Ein Beispiel in der Fundamentalanalyse:
Sie haben sich gut über Aktie und Unternehmen
XY informiert und erkennen in den Wirtschaftsreporten
(auch hier genau notieren warum!) und in Analysen
von Experten einen kommenden Trend. Sie definieren
also für sich: Ich kaufe die Aktie des Unternehmens
XY zu einem Preis von xx Euro weil….a)….b)…..c)
Definieren Sie a)….b)...und c) als klares
Kriterium für Ihren Kauf deutlich und kaufen
Sie anschließend nur Aktien von Unternehmen,
die diese Kriterien erfüllen!
Ein Beispiel in der Chartanalyse:
Sie haben sich entschieden auf Wochenbasis zu handeln,
kaufen montagmorgens. Als Kaufsignal haben Sie definiert,
dass Sie die Aktien kaufen, deren Kurs in der letzten
Börsenwoche um mindestens 3%, höchstens
aber um 6% gestiegen ist. Sie setzen also auf einen
Trend.
So gehen Sie am Wochenende die Märkte durch,
die Sie für sich definiert haben (siehe Schritt
a) und überprüfen die Aktien nach diesem
Kaufkriterium. Diese Aktien kaufen Sie dann (so
haben Sie definiert) zum Eröffnungskurs der
Börse am Montag.
Definition der Verkaufsignale
Jetzt wird es noch wichtiger! Aktien
kaufen kann jeder – mit Profit zu verkaufen,
darin liegt die Kunst.
Sie müssen nun in Ihrer Aktienstrategie festlegen
wie viel Prozent Sie bereit sind zu riskieren und
wie viel Prozent Sie letztendlich mit Ihrer Aktie
erzielen wollen.
Wie Sie es schon aus meinen anderen Artikeln kennen,
sollten Sie IMMER mit einem Stopp handeln. Setzen
Sie sich nicht nur einen maximalen Verlust für
Ihre Aktie sondern auch einen „Zeit-Stopp“.
Mit dem „Verlustbegrenzungs-Stopp“ wissen
Sie jederzeit, wie viel Sie bereit sind zu riskieren,
und ein Zeit-Stopp befreit Ihr Kapital aus einer
Aktie, dessen Wert sich nicht bewegt.
Begrenzen Sie jedoch in Ihrer Aktienstrategie nicht
nur Ihre Verluste, sondern definieren Sie auch Ihre
Profitziele. Wenn Sie dies nicht tun, werden Sie
schnell feststellen müssen, das „genug
nie genug“ ist. Nehmen Sie daher lieber öfters
kleine Gewinne von z.B. 3%, 5%, 8% mit (Sie werden
staunen, wie schnell sich kleine Gewinne summieren)
als dem großen Gewinner, der nicht realisiert
wurde weil man selber immer noch ein „bisschen
mehr“ haben wollte, hinterher zu trauern!
Nun heißt es testen, testen und
noch mal testen! Eine Faustregel sagt, dass Sie Ihre
Strategie an mindestens 40 Trades testen sollten um
erste aussagekräftige Werte zu haben. Dies können
Sie rückblickend auf die Vergangenheit tun. Sind
Sie nach diesen 40 Trades nicht profitabel, sollten
Sie Ihre Strategie noch einmal überdenken. Überprüfen
Sie Kauf- und Verkaufssignale, und schauen Sie rückblickend
auf Ihre Ergebnisse wenn Sie den Stopp etwas größer/kleiner
definieren.
Natürlich haben Sie damit keine 100% Garantie,
dass die nächsten Trades genauso erfolgreich
verlaufen werden. Ihre Chancen auf Gewinne steigen
mit einer solch gut definierten Strategie enorm!